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Zuschuss für Studierende in akuter Notlage bis Ende des Wintersemesters

Berlin (ots) BMBF unterstützt Studierende im gesamten Wintersemester weiter mit BAföG, Zuschüssen und zinsfreien Studienkrediten

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie setzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Zuschusskomponente der Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage für den November und darüber hinaus bis zum Ende des Wintersemesters ab heute wieder ein.

Bundesministerin Anja Karliczek auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde, sowie Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe (zugeschaltet aus Frankfurt/Main) zur Überbrückungshilfe für Studierende.Quellenangabe: „obs/Bundesministerium für Bildung und Forschung/BMBF/Hans-Joachim Rickel“

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek:

„Wir lassen die Studierenden in dieser Pandemie nicht allein. Wir werden die bereits aus dem Sommer bekannten Zuschüsse als Teil der Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage erneut anbieten – und das bis zum Ende des Wintersemesters. Damit wollen wir Studierenden helfen, deren Erwerbsmöglichkeiten oder die Unterstützung ihrer Eltern durch die beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie vorübergehend wegfallen.

Das Instrument der Überbrückungshilfe hat sich in den Monaten von Juni bis September bewährt. Ich danke dem Deutschen Studentenwerk und den Studierenden- bzw. Studentenwerken, dass sie wieder die Umsetzung übernehmen. Wir haben für die Beantragung und die Prüfung in den Studierenden- und Studentenwerken Anpassungen mit Blick auf die Dauer der Pandemiesituation und einige Erleichterungen vorgesehen. So können alle, auch Erstsemester, bei Bedarf unbürokratisch ihre pandemiebedingte Notlage nachweisen.

Diese Form der Nothilfe hatten wir zunächst ausgesetzt, weil im Sommer deutlich weniger Anträge eingegangen waren, in der eine pandemiebedingte Notlage nachgewiesen werden konnte. Durch den Teil-Lockdown werden nun vermutlich wieder Einkünfte für Studierende wegfallen. Deshalb haben wir entschieden, dass die Unterstützung über den November hinaus auf das ganze Wintersemester ausgedehnt wird. Auch bei der durchgängig verfügbaren zweiten Komponente der Überbrückungshilfe für Studierende – dem bewährten KfW-Studienkredit – gibt es eine Erweiterung. Er wird für das komplette Jahr 2021 zinsfrei gestellt. Ausländische Studierende können noch bis März 2021 Anträge stellen.

Das wichtigste Instrument zur Studienfinanzierung bleibt das BAföG. Wir haben in dieser Legislaturperiode und in der Pandemie schon viele Verbesserungen und Erleichterungen vorgenommen, mit dem Ergebnis, dass die Studierenden im Schnitt höhere Förderung erhalten. Daher empfehle ich Betroffenen, zunächst mögliche BAföG-Ansprüche zu prüfen und gegebenenfalls einen Antrag auf BAföG zu stellen, bevor sie auf unsere Überbrückungshilfen oder den KfW-Studienkredit zurückgreifen.

Dass sich unsere gemeinsamen Anstrengungen mit den Hochschulen auszahlen, zeigt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) unter mehr als 28.000 Studierenden. Mich freut besonders, dass trotz der Corona-Pandemie die Studierenden nicht häufiger über einen Studienabbruch nachdenken als noch vor vier Jahren. Ein Großteil der Veranstaltungen konnte stattfinden, natürlich digital. Der Pragmatismus und die Kreativität, mit denen Hochschulen, Lehrende und Studierende die Lehre in der Pandemiezeit umgekrempelt haben, ermutigen mich. Die Hochschulen haben in dieser Pandemie Außergewöhnliches geleistet. Diesen Weg müssen wir jetzt gemeinsam weitergehen, um das Beste aus der Situation zu machen.“

Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, in dem die 57 Studenten- und Studierendenwerke bundesweit zusammengeschlossen sind, erklärt:

„Erneut stehen die Studenten- und Studierendenwerke bereit, um Studierende, die durch die Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten sind, zu unterstützen – auch wenn der Beginn eines Wintersemesters für die BAföG-Ämter und viele weitere Arbeitsbereiche der Studentenwerke Hochkonjunktur bedeutet und ihre Arbeitskapazitäten voll beansprucht. Aber sie wollen und können helfen. Gerade in dieser Pandemie zeigt sich, wie systemrelevant die Studenten- und Studierendenwerke sind, und wie ernst sie ihren staatlichen Sozialauftrag nehmen, die Studierenden zu fördern. Die Beschäftigten der Studenten- und Studierendenwerke verdienen Anerkennung und Respekt.“

Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe, erklärt:

„Wir freuen uns über die Entscheidung des Ministeriums, den KfW-Studienkredit bis zum Ende des Jahres 2021 zinslos zu stellen. Die hohe Nachfrage zeigt, wie wichtig diese Maßnahme ist, um Studienabbrüche aufgrund der Corona-Pandemie zu verhindern. Die Verlängerung der zinslosen Phase gibt vielen jungen Menschen die notwenige Planungssicherheit, auch über die aktuelle Krise hinaus. Es ist in unser aller Interesse, dass Studierende sich weiterhin voll auf ihr Studium fokussieren können.“

Hintergrund:

Studierende an staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland konnten zur Linderung von pandemiebedingten Notlagen von Juni bis September 2020 eine Überbrückungshilfe in Form eines Zuschusses beim regional zuständigen Studierenden- bzw. Studentenwerk beantragen. Diese Hilfe wird ab November für das gesamte Wintersemester wiedereingesetzt. Sie bleibt damit Teil eines großen Pakets des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Unterstützung von Studierenden.

Antragsberechtigt sind Studierende, die zum Zeitpunkt der Antragstellung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland immatrikuliert, in Deutschland wohnen und nicht beurlaubt waren. Dies gilt für Studierende aus dem In- und Ausland, ohne Altersbegrenzung.

Der Zuschuss wird monatlich zugesagt bis zu einer Höhe von 500 Euro. Zuständig für die Antragsbearbeitung sind die 57 regionalen Studierenden- und Studentenwerke, wobei die Anträge ausschließlich online über die etablierte bundesweit einheitliche IT-Plattform gestellt werden. Eine Beantragung ist seit dem 20.11. wieder möglich.

Das Online-Tool für die Antragstellung ist hier zu finden: https://www.überbrückungshilfe-studierende.de

DVAG und „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“

Aktion der Deutschen Vermögensberatung bringt 300.000 Euro für Kinder in Not

Frankfurt (ots) Zusammen für den guten Zweck – und das mit Erfolg. Beim RTL-Spendenmarathon zeigte das Team der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) großen Einsatz, um für Kinder in Not Spenden zu sammeln. Deutschlands größte eigenständige Finanzberatung beteiligt sich so mit einer stolzen Summe am 25. RTL-Spendenmarathon.

Beachtlicher Beitrag für Kinder in Not beim RTL-Spendenmarathon. Andreas Pohl, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Vermögensberatung, Annabell Pohl und Nathalie Pohl, Gründungsmitglieder des Vereins „Menschen brauchen Menschen e.V.“, sind stolz auf die erreichte Summe in Höhe von 300.000 Euro. Quellenangabe: „obs/DVAG Deutsche Vermögensberatung AG/Carsten Herwig“

In diesem Jahr ging erstmals ein Team der Deutschen Vermögensberatung bei der 24-Stunden Joey Kelly Challenge an den Start. 20 Vermögensberater sowie die Markenbotschafter des Familienunternehmens Mick Schumacher und Fabian Hambüchen standen insgesamt 24 Stunden auf dem Crosstrainer im Zentrum für Vermögensberatung (ZVB) Marburg für den guten Zweck. Auch die über 17.000 Vermögensberaterinnen und Vermögensberater, die per Live-Stream zugeschaltet wurden, waren nicht untätig und spendeten vom heimischen Wohnzimmer aus kräftig für Kinder in Not.

Andreas Pohl, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Vermögensberatung, und Mick Schumacher, langjähriger Freund und Partner des Unternehmens, sind sich einig. „Wir möchten etwas zurückgeben, indem wir uns für die Schwächsten in unserer Gesellschaft einsetzen“, so begründet Andreas Pohl das hohe Engagement für „RTL – Wir helfen Kindern e.V.“. Mick Schumacher freut sich, in diesem Jahr dabei zu sein: „Vor 25 Jahren nahm bereits mein Vater als Pate beim ersten RTL-Spendenmarathon teil. Es ist eine großartige Aktion der Deutschen Vermögensberatung. Hauptsache ist doch, dass sich unser gemeinschaftlicher Einsatz für die Kinder gelohnt hat!“

Das Geld soll für weltweite Projekte für Not leidende Kinder und Jugendliche eingesetzt werden. Dabei wird insbesondere der im Juni gegründete gemeinnützige Verein „Menschen brauchen Menschen e.V.“ mit „RTL – Wir helfen Kindern e.V.“ zusammenarbeiten. Ziel ist es, sich für ein mitmenschliches und verantwortungsbewusstes Miteinander in der Gesellschaft starkzumachen. Einen Tätigkeitsschwerpunkt bilden dabei Hilfsprojekte, die insbesondere die soziale Teilhabe und die Bildungschancen von wirtschaftlich und sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen verbessern und fördern. Im Rahmen des diesjährigen RTL-Spendenmarathons bringen sich das Familienunternehmen und der Verein gemeinschaftlich mit einer Spendenaktion zugunsten der Kölner Stiftung mit ein.

Ganz nebenbei wurde darüber hinaus von Joey Kelly, ebenfalls Markenbotschafter der Deutschen Vermögensberatung, ein Weltrekord für „die größte auf dem Crosstrainer erzeugte Energie-Menge (24 Std., Team)“ aufgestellt. Die Challenge von RTL schaffte der Extremsportler mit links und legte gemeinsam mit vielen weiteren beteiligten Firmenteams eine große Wegstrecke zurück.

Über die Deutsche Vermögensberatung Gruppe

Rund 8 Millionen Kunden setzen bei den Themen Finanzen, Vorsorge und Absicherung auf die Kompetenz und Erfahrung der Deutschen Vermögensberatung Unternehmensgruppe. Getreu dem Leitsatz „Früher an Später denken“ bietet sie in mehr als 5.000 Direktionen und Geschäftsstellen seit über 45 Jahren eine branchenübergreifende Allfinanzberatung. Damit ist das Familienunternehmen Deutschlands größte eigenständige Finanzberatung. Bleiben Sie informiert – über www.dvag.de oder via Twitter @DVAG.

Über Menschen brauchen Menschen e.V.

„Menschen brauchen Menschen e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat die Lebensgrundlagen und -bedingungen in der Gesellschaft nachhaltig zu stärken und zu fördern. Daher unterstützt er insbesondere Projekte und Organisationen aus den Bereichen Bildung & Entwicklungsförderung, Forschung und Wissenschaft, sowie Natur- und Umweltschutz. Der gemeinnützige Verein wird maßgeblich von der Deutschen Vermögensberatung unterstützt. Weitere Informationen unter www.menschen-brauchen-menschen.org

Informationen zur Kriegsgräberstätte Oderbrück

Printbroschüre erscheint zum Volkstrauertag, Online-Version bereits verfügbar

Die neu erschienene Broschüre zur Kriegsgräberstätte Oderbrück erzählt die Geschichte des Ehrenfriedhofs Oderbrück, die auch ein Stück Geschichte des Zweiten Weltkriegs im Harz ist. Die Broschüre wird ab dem 15. November 2020, dem Volkstrauertag, als Printvariante über die Nationalpark-Einrichtungen erhältlich sein. Zudem steht sie ab sofort Interessierten als Downloadversion zur Verfügung.

Fährt man von Bad Harzburg nach Braunlage über die B 4, zweigt zwischen Torfhaus und Oderbrück linkerhand die alte Schierker Straße ab, ein gut ausgebauter Waldweg im Nationalpark Harz und einer der bekanntesten Wanderwege zum Brocken. Am Beginn des Abzweigs von der B 4 befindet sich ein etwas untypisch mitten im Wald eingerichteter Parkplatz. Die dortige Bushaltestelle trägt den Namen „Ehrenfriedhof“.

Diese Namensgebung bezieht sich auf die kleine Kriegsgräberstätte, die nach wenigen hundert Metern waldeinwärts rechterhand der Schierker Straße liegt. Wanderer, die mit wenigen Schritten dem geschnitzten Hinweisschild „Ehrenfriedhof“ folgen, finden mitten im Wald eine umzäunte Kriegsgräberstätte vor, auf der nach dem 10. April 1945 bei Kämpfen in der Umgebung gefallene deutschen Soldaten und weitere Kriegsopfer ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Nach diversen Umbettungen liegen hier heute über 90 deutsche Soldaten (Wehrmacht, Waffen-SS und Hitlerjungen) sowie 14 sowjetische Tote.

Das Grundstück gehört zu keiner Gemeinde, sondern als historisches Erbe alter Guts- und Bergbaubezirke zum sog. Gemeindefreien Gebiet Harz. Friedhofsträger ist heute der Nationalpark Harz, früher war es das jeweils zuständige Staatliche Forstamt. In einer soeben erschienen Broschüre wird die Geschichte dieses Friedhofs erzählt, die auch ein Stück Geschichte des Zweiten Weltkriegs im Harz ist.

Download: Informationen zur Kriegsgräberstätte Oderbrück
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https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_11_12_Broschuere_Oderbrueck/

Gutes gemacht: Pixum spendet im Auftrag seiner Kunden 111.111 Euro zur Abmilderung von Corona-Folgen

Köln (ots) Der Kölner Online-Fotoservice Pixum spendet dank seiner Kunden insgesamt bis zu 500.000 Euro aus der vorübergehenden Mehrwertsteuer-Senkung für gemeinnützige Projekte. Der erste große Betrag ging nun an die Stiftung RTL – Wir helfen Kindern. Daniel Attallah, Gründer und Geschäftsführer von Pixum, überreichte während des RTL-Spendenmarathons einen Spendenscheck mit der kölschen Summe von 111.111 Euro an Moderator Wolfram Kons.

V.l.n.r. Daniel Attallah, Gründer & Geschäftsführer von Pixum und Wolfram Kons von RTL. / Quellenangabe: „obs/Pixum/© MG RTL D/Frank W. Hempel“

Um dieses Engagement überhaupt zu ermöglichen, hat Pixum seine Verkaufspreise in den vergangenen Monaten trotz MwSt.-Senkung beibehalten. Mit dem Einverständnis der Kunden wird bei jeder Bestellung die entstandene Minimal-Differenz gesammelt, um sie anschließend gebündelt für den guten Zweck spenden zu können. Jeder Pixum Kunde leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Weitere Spenden für unterschiedliche Hilfsprojekte folgen sukzessive.

Daniel Attallah freut sich über die breite Zustimmung der Pixum Kunden für die Initiative: „Durch die Senkung der Mehrwertsteuer spart ein Kunde bei einer durchschnittlichen Fotobestellung einige wenige Cent. Dass dadurch irgendein nachhaltiger Effekt erzielt wird, wage ich zu bezweifeln. Stattdessen sammeln wir diese ‚Minispenden‘ und geben sie gebündelt weiter. Insgesamt bewegen wir damit mehr gegen die Folgen der Corona-Pandemie. Selbstverständlich hat jeder Pixum Kunde die Möglichkeit, die Ersparnis für sich zu behalten – was aber bisher nur sehr wenige wollten. Das zeigt uns, dass die Aktion insgesamt super ankommt.“

Mit der Beteiligung am RTL-Spendenmarathon möchte Pixum vor allem die Kleinsten unterstützten, die gleichermaßen von der Krise betroffen sind, jedoch wenig dagegen ausrichten können. Attallah hierzu: „Was uns vor allem von der Stiftung RTL – Wir helfen Kindern überzeugt hat, ist die Tatsache, dass hier jeder Euro ohne Abzug ankommt. Aus diesem Grund spenden wir 111.111 Euro, die wir mit unseren Kunden sammeln konnten, an zwei tolle Projekte. 60.000 Euro gehen an die SyltKlinik für krebskranke Kinder und weitere 51.111 Euro an das RTL Kinderhaus in Köln. Mein Dank geht dabei an unsere Kundinnen und Kunden, die es mit ihren Spenden möglich gemacht haben, dass wir gemeinsam etwas bewegen und Gutes tun können.“

Mehr Informationen zur Pixum MwSt.-Spenden-Aktion unter https://www.pixum.de/spenden.

BUND ruft zu gesellschaftlichem Aufbruch 2021 auf

Bundesdelegiertenversammlung für umfassenden sozialen und ökologischen Wandel – Wahljahr muss Weichen stellen

BUND ruft zu gesellschaftlichem Aufbruch 2021 auf – Bundesdelegiertenversammlung für umfassenden sozialen und ökologischen Wandel – Wahljahr muss Weichen stellen

Berlin. Wenige Wochen vor dem Start des Bundestagswahljahres hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bei seiner Bundesdelegiertenversammlung eine umfassende sozial-ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft gefordert. In dem mit großer Mehrheit (93,6 Prozent der Stimmen) am Freitag beschlossenen Leitantrag „Gesellschaftlicher Aufbruch 2021 – Den ökologischen Umbau gerecht gestalten“ tritt der BUND für die Stärkung einer „Gemeinwirtschaft“ und einen “Rechtsrahmen für die Gesamtwirtschaft” ein, der „allen ein gutes Leben innerhalb der planetaren Grenzen ermöglicht”. Im Fokus der Art zu wirtschaften müsse der „Schutz von Klima, Biodiversität, Boden, Wasser und Luft“ stehen.

In seiner Eröffnungsrede kritisierte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt die Versuche von Teilen der Politik und der Wirtschaft in der Corona-Krise, „alte Strukturen zu retten, die nicht mehr zu retten sind“. Er verwies auf Milliardensubventionen für Konzerne und Infrastrukturmaßnahmen von gestern wie den Autobahnbau sowie ein von der Mehrwertsteuersenkung entfachtes „Strohfeuer für Konsum und fossile Strukturen“. Das erschwere den dringend notwendigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel. Eine Haltung, wonach die Wirtschaft wieder „brummen, aber grün schimmern“ solle, sei nicht die des BUND, der Investitionen in eine zukunftsfähige Wirtschaft, eine sozial-ökologische Gemeinwirtschaft und soziale Gerechtigkeit wolle, sagte Bandt.

Die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit und den Übergang in eine Postwachstumsgesellschaft untermauerten die Delegierten am Samstag. Der entsprechende Antrag „Soziale Gerechtigkeit in der ökologischen Transformation“ wurde mit 95,2 Prozent der Stimmen angenommen. Wegen der Corona-Krise fand die Bundesdelegiertenversammlung 2020 mit 125 Delegierten digital statt.

„Klimakrise und Artenschwund, Krise des Gesundheitssystems und Pflegenotstand, Kinderarmut, erodierende Böden und prekäre Arbeitsbedingungen – diese Krisen werden wir nur meistern, wenn wir sie an ihrer gemeinsamen Wurzel packen und Alternativen schaffen, die den Übergang in eine Postwachstumsgesellschaft überstehen. Mit dem gegenwärtigen Wirtschaftssystem geht das nicht. Wir brauchen soziale Gerechtigkeit in einer Wirtschaft, die nicht mehr vom Wachstum abhängig ist“, erklärte der BUND-Vorsitzende am Rande der Bundesdelegiertenversammlung.

Die Bundestagswahl 2021 ist ein entscheidender Zeitpunkt, um einen Aufbruch und den dringend notwendigen Wandel einzuleiten. Die Delegierten forderten öffentliche Investitionen in den Umbau der Infrastruktur und eine Stärkung von Ansätzen kooperativen Wirtschaftens, bei denen Menschen zu Handelnden in eigener Sache werden. Nur so können kreative Lösungen für ökologische oder soziale Probleme gefunden und Solidarität praktiziert werden. Beispielhaft sind aus Sicht des BUND Orte wie die Nachbarschaftshilfe, Projekte wie die Erneuerbaren Energien in der Hand von Bürgerinnen und Bürgern oder die solidarische Landwirtschaft. Aber auch kooperatives Wirtschaften als handlungsleitender Gedanke von Genossenschaften, Wohlfahrtsverbänden und Kirchen als soziale Dienstleister für die Gesellschaft. Die Wirtschaft müsse ökologisch, sozial gerecht, demokratischer, stabiler und krisensicherer werden.

Bandt: „Der Versuch, die Situation vor der Krise wiederherzustellen, ist zum Scheitern verurteilt. Stattdessen sollten Unternehmen bei ihrer Neuausrichtung unterstützt werden und insbesondere große Unternehmen strenge ökologische Kriterien bei der Inanspruchnahme von staatlichen Hilfen erfüllen. Perspektivisch fordern wir neben der Beendigung von klima- und umweltschädlichen Subventionen ein grünes Investitionsprogramm für eine Energie-, Verkehrs- und Agrarwende.“ Besonderen Gestaltungsbedarf sieht der BUND gemäß seinem Leitantrag in den Bereichen Naturschutz, erneuerbare Energien, Landwirtschaft, Mobilität sowie Bauen und Wohnen.

Die ökologischen Krisen stellen die Menschheit vor große Herausforderungen: Die überfällige Umsetzung der Pariser Klimaziele, die Einhaltung der 1,5-Grad-Obergrenze, die Beendigung des Artensterbens und die Wiederherstellung von Lebensräumen sowie die Entgiftung der Umwelt und der Schutz der Gesundheit müssen höchste politische Priorität haben. Der dafür notwendige Strukturwandel wird massiv sein. Er wird den Ausstieg aus unökologischen Technologien, Produkten und Infrastrukturen umfassen. Er wird Gewinnerinnen und Gewinner, Verliererinnen und Verlierer haben und neue Chancen eröffnen. Angesichts solcher Umwälzungen betont der Verband, dass soziale Gerechtigkeit in der ökologischen Transformation mitgedacht werden muss.

Bandt: „Soziale Gerechtigkeit ist ein ethischer und moralischer Grundwert, aber mehr als ein Wert an sich. Eine gesicherte Lebensgrundlage ist auch Voraussetzung dafür, dass die Menschen mit den notwendigen Umbrüchen zurechtkommen. Wir wissen, dass eine ökologische Transformation dringend nötig ist. Wir wissen um die Gefahren, die ohne sie drohen. Wird eine weitreichende Transformation so gestaltet, dass Menschen sie nicht bloß akzeptieren, sondern in ihr auch eine Chance sehen, kann können wir gemeinsam dafür sorgen, dass sie gelingt!“

Der BUND will eine politische Kehrtwende hin zu einer Politik, in der jeder Beschluss unter „Nachhaltigkeitsvorbehalt“ steht, und nicht wie heute unter „Wachstumsvorbehalt“. Wirtschaft darf kein Selbstzweck sein. Sie muss ökologischen wie sozialen Zielen dienen.

Der BUND, der als größter Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands auch bisher schon soziale Ziele in seine ökologische Politik stets einbezogen hat, wird vor der Bundestagswahl im kommenden Jahr und darüber hinaus seine Zusammenarbeit mit Organisationen verstärken, die sich schwerpunktmäßig für die soziale Dimension von Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit einsetzen.

Web: www.bund.net

Weltdiabetestag 2020 in Zeiten von Corona Menschen mit Diabetes zwischen zwei Pandemien

Berlin (ots) Der Weltdiabetestag heute am 14. November steht in diesem Jahr ganz im Zeichen von Corona: Zum ersten Mal findet er rein virtuell statt, als LiveStream auf www.weltdiabetestag.de. Moderator und Organisator Bastian Hauck, Gründer der Diabetes Online Community #dedoc° und Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes-Hilfe, präsentiert ab 17 Uhr exklusive Studiendaten der International Diabetes Federation zum Leben mit Diabetes in Zeiten von Corona.

Weltdiabetestag 2020 – Sei dabei!
Quellenangabe: „obs/dedoc – Deutsche Diabetes Online Community“

Menschen mit Diabetes haben zwar kein höheres Risiko, an Covid-19 zu erkranken, dafür aber ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. 79% der Studienteilnehmer aus Deutschland sehen für sich selbst ein erhöhtes Risiko, im Falle einer Ansteckung schwer zu erkranken, 78% gibt an, sich bessere Informationen zum Umgang mit der Pandemie unter den Vorzeichen ihrer Diabetes-Erkrankung zu wünschen.

Darunter leidet nicht nur die Psyche: 44% der Umfrageteilnehmer halten sich überwiegend zuhause auf oder haben sich vollständig isoliert. Rund die Hälfte gibt an, während der Pandemie nicht oder weniger sportlich aktiv zu sein und zugenommen zu haben. Diese „Corona-Kilos“ sind für den gesunden Menschen allenfalls ein Ärgernis – für Menschen mit Diabetes sind sie ein weiterer Risikofaktor.

Am virtuellen Weltdiabetestag werden diese Zahlen zum Leben erweckt: Beim #docday°, einem Community-Event von, für und mit Menschen mit Diabetes, berichten Stars wie Matthias Steiner, Harry Wijnvoord, Laura Karasek und andere Menschen mit Diabetes, wie es ihnen in diesem Jahr ergangen ist. Ab 10 Uhr morgens überträgt #dedoc° zudem den digitalen Patiententag von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe mit Grußwort von Gesundheitsminister Jens Spahn.

Auf www.weltdiabetestag.de lebt auch die prämierte Screening-Kampagne „Unerkannt Unterwegs?“ zur Diabetes-Dunkelzifferwieder auf: Der Deutsche Diabetes-Risiko-Test ermittelt schnell und einfach das persönliche Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Und #dedoc° schenkt jedem Diabetiker zum Jahrestag seiner Diagnose, dem „Diaversary“, einen Blue Circle Pin – das internationale Symbol für Diabetes.

#docday°, virtueller Weltdiabetestag und die Webseite www.weltdiabetestag.de werden unterstützt von Abbott, Allianz, AstraZeneca, Berlin-Chemie, Böhringer-Ingelheim, Dexcom, Diabeloop, diabinfo, Mediq Direkt, Medtronic, Novo Nordisk und Sanofi.

Der Multiplayer-Simulator „F4F World“ von „Fußball für Freundschaft“ startet am Weltfußballtag

Berlin (ots) Am 10. Dezember 2020, am Weltfußballtag, wird weltweit der Multiplayer-Simulator „F4F World“ veröffentlicht. Dieser neue Fußballsimulator ist ein Projekt des internationalen Kindersozialprogramms „Fußball für Freundschaft“ von Gazprom. Auch im Online-Spiel dreht sich alles um die Werte, für die das Programm steht – darunter Freundschaft, Frieden und Gleichheit.

Football for Friendship World game / Der Multiplayer-Simulator „F4F World“ von „Fußball für Freundschaft“ startet am Weltfußballtag Quellenangabe: „obs/FOOTBALL FOR FRIENDSHIP/Football for Friendship“

Unter den ersten Nutzern, die sich online registrieren, werden 100 einzigartige Gewinnartikel wie Trikots von „Fußball für Freundschaft“ oder der Russischen Fußballunion (FUR) verlost. Die Preise werden an jeden Ort der Welt geliefert.

Erstmals können in verschiedenen Ländern international besetzte Teams an Spielen gemäß den Regeln von „Fußball für Freundschaft“ teilnehmen. Überall auf der Welt kann in Echtzeit gemeinsam Fußball gespielt, können neue Teams gebildet und betreut werden und Fans können ihre Favoriten von der Tribüne aus anfeuern. Das Motto der „F4F World“ ist: Freunde zusammenbringen, die Welt vereinen!

Zwei Wochen vor dem offiziellen Start des Spiels, vom 27. November bis 9. Dezember 2020, findet im digitalen Fußballuniversum von „Fußball für Freundschaft“ die e-Weltmeisterschaft statt. 32 Freundschaftsteams mit jungen Spielern im Alter zwischen 10 und 14 Jahren aus über 100 Ländern jagen den Weltmeistertitel. Insgesamt werden 55 Partien ausgetragen. Das Finale wird live übertragen. Die Fußballlegende Roberto Carlos ist der globale Botschafter des Programms. Um an der allerersten „Fußball für Freundschaft“-e-Weltmeisterschaft teilzunehmen, bewerben Sie sich unter http://participants.footballforfriendship.com/. Auf die Gewinner wartet ein attraktiver Preis:Sie erhalten Eintrittskarten für das UEFA Champions League-Finale 2021 in Istanbul.

Die AGT Communications Group begleitet das Kindersozialprogramm Fußball für Freundschaft global. Das international besetzte Team der Firma DataArt entwickelte den Online-Multiplayer „F4F World“. Für die ersten Nutzer wird das Spiel kostenlos sein.

Über Fußball für Freundschaft:

Das Internationale Sozialprojekt für Kinder „Fußball für Freundschaft“ besteht seit 2013. Es wird von Gazprom organisiert. In den vergangenen sieben Spielzeiten haben über 6.000 Kinder und Jugendliche aus 211 Ländern und Regionen an dem Programm teilgenommen. Über fünf Millionen Menschen unterstützen das Projekt.

Jungen und Mädchen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren, darunter auch Kinder mit Behinderungen, nehmen als „Junge Spieler“ oder „Junge Journalisten“ an dem Projekt teil. „Junge Spieler“ repräsentieren verschiedene Länder und Kulturen. Sie beweisen, dass es nicht auf Nationalität, Geschlecht und körperliche Fähigkeiten ankommt, um ein Team zu sein. „Junge Journalisten“ berichten aus dem Internationalen Kinderpressezentrum über die „Fußball für Freundschaft“-Projekte. Alle ehemaligen Teilnehmer teilen ihre Erfahrungen auch später noch als „Junge Botschafter“ und treten für die universellen Werte ein, für die „Fußball für Freundschaft“ steht: Freundschaft, Gleichheit, Gerechtigkeit, Gesundheit, Frieden, Loyalität, Erfolg, Traditionen und Ehre.

„Fußball für Freundschaft“ wird von der FIFA, der UEFA, dem Internationalen Olympischen Komitee, den Fußballverbänden verschiedener Länder, gemeinnützigen Kinderstiftungen, berühmten Sportlern und den weltweit führenden Fußballclubs unterstützt Zu den Unterstützern gehören außerdem Spitzenathleten, Künstler und Politiker. Das Projekt erhielt bereits viele nationale und internationale Auszeichnungen in den Kategorien soziale Verantwortung, Sport und Kommunikation. Es hält außerdem den GUINNESS WORLD RECORDS® Titel für das Fußballtraining mit den meisten unterschiedlichen Spielernationalitäten.

Im Jahr 2020 findet das Projekt „Fußball für Freundschaft“ online statt. Auf einer speziellen digitalen Plattform kommen 10.000 Spieler aller Altersgruppen zusammen, um gemeinsam an Kinderfußballturnieren teilzunehmen, zu trainieren, in internationalen Teams zu spielen und ihre Lieblingssportart, Fußball, auszuüben, ohne das Zuhause verlassen zu müssen.

Web: footballforfriendship.com

Telefonsprechstunde für Bürgeranliegen

Salzlandkreis. Aufgrund der aktuellen Pandemielage lädt das Team des LINKE-Bundestagsabgeordneten Jan Korte am Donnerstag, 12. November, von 15 Uhr bis 17 Uhr unter der Rufnummer (0 34 71) 62 29 47 zur nächsten telefonischen Bürgersprechstunde ein, um Anliegen, Fragen und Hinweise der Bürgerinnen und Bürger aus dem Salzlandkreis entgegenzunehmen.

Jan Korte (* 5. April 1977 in Osnabrück) ist ein deutscher Politiker und Mitglied des Bundestags für Die Linke. Stellvertretender Fraktionsvorsitzender

Auch die E-Mail-Adresse wahlkreis@jankorte.de kann jederzeit zur Übermittlung von Anliegen genutzt werden. Weitere Infos gibt es auch im Internet auf www.jankorte.de.

Engin Eroglu, MdEP (FREIE WÄHLER), mahnt: US-Wahl zeigt uns was auch in der EU dringend notwendig ist; eine Reformation des Wahlsystems

Brüssel (ots) Mit der Wahl des neuen US-Präsidenten richten sich alle Augen auf die Entscheidung, die das amerikanische Volk gestern getroffen hat.

Engin Eroglu bei einer Ausschusssitzung Quellenangabe: „obs/Engin Eroglu MdEP (Renew Europe Fraktion)/Charles Coudore, EDP“

Engin Eroglu, Europaabgeordneter der FREIE WÄHLER, Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, sieht in der gestrigen Schicksalswahl in den USA auch direkten Handlungsbedarf für Europa: „Die US-Wahlen sollten wir als Zeichen nehmen, dass auch unser Wahlsystem auf EU-Ebene reformiert werden muss, wenn es darum geht das Amt des/der Kommission Präsidenten/in zu besetzen. Während es uns in Europa leicht fällt das US-Wahlsystem und den Einsatz von Wahlmännern und Frauen zu kritisieren, müssen wir auch in der EU Reformen anpacken. Es gibt derzeit keine europäische Institution oder Person, die alle Bürger Europas kollektiv und direkt vertritt. Daher brauchen wir ein Zwei-Stimmen Wahlsystem. Dabei sollte mit der ersten Stimme der/die Präsident/in der Kommission gewählt werden und mit der zweiten Stimme wie bisher die Mitglieder des Europäischen Parlaments. Geben wir die Entscheidung für das Präsidenten Amt direkt den Bürgern, damit sie ein unmittelbares Mitspracherecht bei der Gestaltung Europas haben.“

Bislang wird der bzw. die Präsidentin indirekt durch das System der Spitzenkandidaten gewählt. Diese Spitzenkandidaten werden allerdings nicht direkt von den Bürgern, sondern von den Mitgliedern des Europäischen Parlaments gewählt. Eroglu daher weiter: „Technisch betrachtet taucht der Spitzenkandidatenprozess in keinem der EU-Verträge auf. Gerade bei der Wahl von Ursula von der Leyen haben wir gesehen, wie undemokratisch der Prozess ist, der zu großen Teilen hinter verschlossenen Türen stattfand. Der/die Kommissionspräsident/in hat zentrale Befugnisse sei es zur Vergebung von Resorts, deshalb ist es wichtig, dass diese Position jemandem innehat, der direkt von Europas Bürgern gewählt worden ist. Eine direkte Wahl würde zudem gleichzeitig auch die Legitimation der Kommission erhöhen und sie unabhängiger vom Rat machen. Das wäre somit ein Schritt hin zu mehr Demokratie“ Eroglu, Mitglied der Fraktion Renew Europe im Europäischen Parlament, sieht dies als eine Aufgabe, die bis zur nächsten Europawahl angegangen werden muss. Er mahnt: „Das ist ein konkretes Ziel, welches wir angehen müssen. In meiner Fraktion im Parlament versuchen wir dies sowie die Einbindung der europäischen Bürger gezielt voranzutreiben, unter anderem durch die Konferenz zur Zukunft Europas unter Leitung von Guy Verhofstadt. Europa braucht mehr Bürgerbeteiligung und das auf allen Ebenen!“

Web: europarl.europa.eu

Tickende Zeitbomben? Sexualstraftäter nach der Entlassung

Leipzig (ots) „Exakt – Die Story“ geht der Frage nach, warum Täter rückfällig werden und wie dies verhindert werden könnte – am Mittwoch, 11. November, 20.45 Uhr im MDR-Fernsehen und ein Jahr in der ARD-Mediathek.

EXAKT – DIE STORY: TICKENDE ZEITBOMBE?, „Sexualstraftäter nach der Entlassung“, am Mittwoch (11.11.20) um 20:45 Uhr. / JVA Waldheim Quellenangabe: „obs/MDR Mitteldeutscher Rundfunk“

In Halle wird ein Mann wegen mehrfachen Missbrauchs von Kindern verurteilt. Er ist ein Wiederholungstäter, war bereits mehrfach vorbestraft. Und die Behörden wussten davon, denn er stand unter der sogenannten Führungsaufsicht. Wie konnte es passieren, dass er dennoch wieder straffällig wurde? Funktioniert das System nicht?

Nein, sagt Sylvette Hinz. Sie ist Leiterin des kriminologischen Dienstes in Sachsen. „Ich würde jetzt nicht sagen, dass das System versagt hat, weil ich glaube, es gibt viele Faktoren, wenn so ein Rückfall passiert.“ Aber welche Faktoren sind es? Warum werden manche Täter rückfällig, andere nicht?

Es gibt auch Ex-Häftlinge, die den Weg zurück in die Gesellschaft schaffen. 2011 erregte der kleine Ort Insel in Sachsen-Anhalt bundesweite Aufmerksamkeit. Dorthin sind zwei ehemalige Sexualstraftäter gezogen, die als hochgefährlich galten. Monatelang demonstrierten die Menschen, denn sie wollten die beiden nicht in ihrer Nachbarschaft haben. Reporterin Nadja Malak hat sie getroffen. Sie leben noch immer in Insel, sind bislang nicht rückfällig geworden.

Eine Langzeitstudie des Max-Planck-Institutes zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht in Freiburg untersucht derzeit das Rückfallverhalten von Sexual- und Gewaltstraftätern, die in sächsischen Justizvollzugsanstalten eine Haftstrafe verbüßt haben. Interessant ist die Frage, wie durch sozialtherapeutische Maßnahmen während der Haft die Rückfallgefahr verringert werden kann. Von den Gefangenen, die eine Therapie abgeschlossen haben, wurden nach der Entlassung 6 Prozent rückfällig. Bei Tätern, die eine Therapie abgebrochen haben, lag die Rückfallquote bei 26 Prozent.

„Das ist eine rein statistische Betrachtung“, sagt Stefan Kastner, Leiter der Verbrechensbekämpfung der Münchner Polizei. „Wenn man das einzelne Opfer befragt oder die Hinterbliebenen – denen sind Statistiken egal. Die verzweifeln an der Tatsache, dass man solche Menschen wieder in die Freiheit entlassen hat.“

Web: mdr.de

Nect unterstützt Unternehmen und Behörden mit KI-basierten Lösungen in der Coronapandemie

Hamburg (ots) Monatlich 220.000 neue Nutzer, 2 Millionen App-Downloads in den letzten 12 Monaten und Zugang für über 60 Millionen Menschen in Deutschland: Nect arbeitet sich mit seiner vollautomatisierten Lösung zur Online-Identifizierung an die Marktspitze und etabliert seine einzigartige Robo-Ident Technologie auf Bundesebene.

Das Nect-Gründerteam: Benny Bennet Jürgens (l.) und Carlo Ulbrich / Nect unterstützt Unternehmen und Behörden mit KI-basierten Lösungen Quellenangabe: „obs/Nect GmbH“

Die Nect GmbH, das Hamburger IT-Unternehmen für KI-basierte Trust Services, ist auf dem Vormarsch: In Zeiten, in denen die Digitalisierung eine größere Rolle denn je spielt, verzeichnet Nect ein erstaunliches Wachstum und positioniert sich für die Marktführerschaft im Bereich der vollautomatisierten Fernidentifizierung. Im dritten Quartal 2020 verzeichnete die Nect App die höchste Anzahl an Downloads und überholte damit die App-Downloads der führenden Video-Ident-Anbieter.

In der zweiten Corona-Hochzeit gewinnt die flexibel skalierbare und am schnellsten implementierbare Technologie für Unternehmen, Behörden und Nutzer erneut besondere Bedeutung: Die Coronapandemie überraschte jeden – privat wie beruflich. Viele Unternehmen und Solo-Selbständige hatten und haben mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. Die Konsequenz: Kündigungen, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Staatliche Unterstützung ist in dieser Zeit wichtiger denn je, um Existenzen aufrecht zu erhalten. Bereits zu Beginn der ersten Corona-Welle hat sich das Selfie-Ident von Nect als beste Lösung für eine nutzerfreundliche und sichere Legitimierung erwiesen. Beispiele hierfür sind die Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB).

Bis zu 3.500 Identifizierungen pro Stunde für die Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit musste in Folge der zahlreichen Kündigungen mit einer überdurchschnittlich hohen Anzahl an Neuanmeldungen umgehen. Gleichzeitig sollten die persönlichen Amtsgänge zur Eindämmung von Covid-19 so weit wie möglich reduziert werden. Eine digitale Lösung zur Identifizierung von Antragstellern war demnach das Ziel. Diese musste nicht nur schnell implementierbar sein und höchsten Sicherheitsansprüchen genügen, um Betrugsversuche, die in solchen Krisen vermehrt auftreten können, vorzubeugen, sondern auch eine enorm hohe Anzahl an Identifizierungen abbilden können. Warum die Entscheidung auf Nect fiel und nicht zum Beispiel auf die elektronische Funktion des Deutschen Personalausweises erklärte Markus Schmitz, CIO der Bundesagentur für Arbeit, in einem Gespräch mit dem Tagesspiegel Background: „Der E-Perso hat kaum Nutzer und ist sehr umständlich anzuwenden. Für die Coronakrise brauchten wir eine Lösung, die schnell und intuitiv funktioniert.“ (Quelle) Da auch Kunden das Verfahren als sehr gut bewerten, wurde die Zusammenarbeit bis vorerst zum 31. Dezember 2020 verlängert.

„Über-Nacht“-Implementierung bei der IFB Hamburg

Auch die IFB Hamburg hat sich zu Beginn der Krise für das Selfie-Ident der Nect GmbH zur Legitimierung von Antragstellern entschieden. Die Soforthilfe für Solo-Selbständige musste schnellstmöglich umgesetzt werden, daher wurde die Technologie innerhalb eines Tages implementiert. Das schnelle Handeln und die sofortige Umsetzung konnten Missbrauch verhindern und Steuergelder schonen.

Der Lockdown light, der am 2. November 2020 in Kraft trat, ist ein weiteres schwarzes Kapitel im Rahmen der Coronapandemie. Bereits während der ersten Corona-Welle hat die Nect GmbH bewiesen, dass sie in unsicheren Zeiten ein verlässlicher Partner ist. Regulierte Unternehmen und Behörden können auf das Selfie-Ident von Nect bauen, um ihren Kunden eine digitale Alternative zum Vor-Ort-Service zu bieten. Die dabei eingesetzte Robo-Ident-Technologie lässt sich auf jeden Bedarf anpassen und hält problemlos mit der Geschwindigkeit des Wandels mit.

Web: nect.blog

Gehrke: Bundesregierung erhebt keine differenzierten Daten über Corona-Erkrankungen

Berlin (ots) Anhand bisher vorliegender Daten sind die erneuerten Lockdown-Maßnahmen der Bundesregierung schwer nachvollziehbar. Entscheidende Informationen über betroffene Personengruppen fehlen. Das ergab die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion (Bundestagsdrucksache 19/23293).

Dazu äußert sich der AfD-Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. med. Axel Gehrke wie folgt:

„Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben zu Folge keinerlei Kenntnisse darüber, wie viele Corona-Tests bei bestimmten Bevölkerungsgruppen durchgeführt und als positiv ausgewertet wurden. So kann zum Beispiel keine Auskunft darüber gegeben werden, wie viele positive Tests bisher bei Schülern, Lehrern, Krankenhauspatienten oder Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen erfasst wurden. Insbesondere vor dem Hintergrund des angeblichen Schutzes besonders vulnerabler Gruppen ist dies sehr verwunderlich.

Bisher verhängte Lockdown-Maßnahmen haben einschließlich der massenhaft durchgeführten PCR-Tests, derzeit keine wissenschaftliche Grundlage als Indikator einer wirklichen Erkrankung und können mit Infektionszahlen allein keinesfalls begründet werden. Es gilt nach bisher vorliegender internationaler wissenschaftlicher Literatur insbesondere die tatsächlichen Risikogruppen und Übertragungsherde zu ermitteln und entsprechend präventiv zu handeln.

Aber wie soll das geschehen wenn diese gar nicht erst ermittelt werden? Die jetzigen Maßnahmen sind genauso unüberlegt und kopflos, wie bereits beim ersten Lockdown im Frühjahr“.

Web: https://www.afdbundestag.de

ELTERN-AG macht Eltern fit

Berlin/Magdeburg (ots) Die ELTERN-AG erhält Förderung von DEUTSCHLAND RUNDET AUF: 300.000 EUR für Familien in besonders belastenden Lebenssituationen. Jetzt 34 neue ELTERN AG-Standorte für die kommende Jahre gesichert – Hilfe für über 680 Kinder.

Scheckübergabe Eltern-AG
Quellenangabe: „obs/DEUTSCHLAND RUNDET AUF/Mapp Empowerment“

Die ersten Jahre eines Kindes sind die wichtigsten für Gesundheit, Bildung und Teilhabe. Was hier richtig gemacht wird, trägt ein ganzes Leben. Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in Armut. Heißt, für 20 Prozent aller Kinder in unserem Land sind die Chancen auf Bildung, Gesundheit, gesellschaftliche Teilhabe und damit faire Zukunftschancen erschwert oder sogar verwehrt. Diesen „Teufelskreis der Ungerechtigkeit“ will die ELTERN-AG, ein Programm der MAPP Empowerment gGmbH, nachhaltig begegnen.

ELTERN-AG ist ein besonderer Elternkurs – speziell für Familien in besonders belastenden Lebenssituationen. ELTERN-AG macht Eltern fit: Freiwillig, selbstbestimmt und mit jeder Menge Spaß! In Kursen, die in vielen deutschen Städten angeboten werden, finden junge Väter und Mütter Unterstützung und Antworten auf ihre Erziehungsfragen. Speziell ausgebildete KursleiterInnen moderieren die Elterngruppen, bei denen sich alles um Familie und Kindererziehung dreht.

Eileen Buß, MAPP-Empowerment gGmbH, Träger des Programms ELTERN-AG: „In Deutschland entscheidet oftmals Herkunft über Zukunft. Kinder aus Familien in besonders belastenden Lebenslagen haben dadurch insgesamt schlechtere Chancen auf Bildung, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe. Mit unserem zertifizierten Programm ELTERN-AG wollen wir diesen Teufelskreis durchbrechen und gerechte Zukunftschancen für alle schaffen. Dabei setzen wir direkt bei den Eltern an. Mit unserem bewährten Empowerment-Ansatz und einer wertschätzenden Haltung fördern wir deren Erziehungskompetenz und stärken sie – für weniger Stress und mehr Freude in ihrem Elternalltag.“ Die bundesweit arbeitende Hilfsorganisation für Familien, werdenden und Sind-Eltern, konnte bisher über 6.500 Eltern und somit über 14.300 Kindern helfen. Eileen Buß: „Als Förderprojekt von DEUTSCHLAND RUNDET AUF können wir nun noch mehr Familien erreichen und bedanken uns herzlich bei den vielen Spendern und dem Team unseres Förderpartners für die gelungene Kampagne. Über 680 Kindern können wir so langfristig eine Perspektive auf gleiche Lebens- und Bildungschancen ermöglichen.“

„Wir freuen uns sehr, die wichtige Arbeit der ELTERN-AG zu unterstützen. Ein großes Dankeschön geht an unsere Kundinnen und Kunden, die durch die Worte „Aufrunden bitte!“ an unseren Kassen täglich einen Beitrag geben Kinderarmut leisten und alle Spender und Unterstüzer,“ sagt Sebastian Olschewski, Geschäftsleiter von DEUTSCHLAND RUNDET AUF. „In dieser aktuell für Familien sehr belastenden Situation ist die Arbeit unserer Förderprojekte ein hilfreicher Anker für betroffene Familien. Gerade Kinder sind die Verlierer der Krise und hier setzt die Hilfe der ELTERN-AG an.“

DEUTSCHLAND RUNDET AUF Partner GmbH
www.deutschland-rundet-auf.de

PIRATEN Niedersachsen fordern endlich Nachvollziehbarkeit bei neuen Corona-Maßnahmen

Hannover (ots) Am 28.10. wurden durch die Bundesregierung die für wenigstens den November geltenden bundeseinheitlichen Corona-Beschränkungen verkündet, die heute von Ministerpräsident Weil bestätigt wurden. Die PIRATEN Niedersachsen fordern die Nachvollziehbarkeit vieler Punkte.

„Herr Weil argumentiert, dass mit den 75% der fehlenden Information über den Infektionsort die Schließung nahezu aller im privaten aufgesuchten Orte zu begründen ist. Dabei unterschlägt er, dass dies anhand der 25%, die nachverfolgbar waren, eben nicht begründbar ist. Wer ein wenig Ahnung von Statistik hat, wäre froh, eine solch breite Basis zu haben.

Statt dessen aber pauschale Einschränkungen bislang erlaubter Aktivitäten jeglicher Art unter Einhaltung von Hygienekonzepten vorzunehmen, wirft ein schlechtes Bild auf die Wirksamkeit der Konzepte an sich. Wenn sie in der Vergangenheit für gut befunden wurden, die Infektionen einzudämmen, warum jetzt nicht mehr? Denn es gibt beispielsweise in der Gastronomie oder Hotellerie kaum nachgewiesene Fälle der Übertragung. Das wurde schon gerichtlich festgestellt. Dieses tote Pferd also weiter reiten zu wollen, ist wenig hilfreich“, beklagt Thomas Ganskow, Vorsitzender der PIRATEN Niedersachsen irritiert.

„Dasselbe gilt genauso für den Kultur- und Veranstaltungsbereich, wie für Amateur- und Profisport, wie auch die Einschränkungen in den körpernahen Dienstleistungen. Auch hier diskreditiert man die Entscheidungen der Gesundheitsämter, unter welchen Bedingungen derartige Veranstaltungen – teils mit mehreren Tausenden anwesenden – erlaubt waren. Das stärkt wirklich nicht das Vertrauen in amtliche Entscheidungen. Hier werden erneut Gerichte entscheiden müssen, was tatsächlich zielführend zur Pandemiebekämpfung ist und was nicht. Die erste Klage ist bereits angekündigt“, fährt Ganskow fort. „Und es wird sich wieder zeigen, dass die versuchte Gleichmacherei keine Zukunft hat. Es ist etwas anderes, ob es um eine verruchte Kellerbar oder ein klassisches Restaurant geht, wenn Hotspots bekämpft werden sollen. Dass die herrschende Politik so wenig einsichts- und lernfähig ist, ist immer wieder erschreckend. Hier hat man offensichtlich jeglichen Maßstab verloren.“

Demgegenüber sollen die Schulen und Kitas weiter weitgehend unbeschränkt offen gehalten werden.

„Maß und Mitte zu halten ist ohnehin nicht erkennbar. Nach wie vor ist nicht nachvollziehbar, warum Schulen und Kitas weitgehend ohne Einschränkungen geöffnet bleiben, vieles anderes aber eingeschränkt oder ganz geschlossen werden soll. Nimmt man beispielsweise die Maskenpflicht in Teilen des öffentlichen Bereichs, wo Menschen einander aus dem Weg gehen können und im Herbst nahezu immer ein leichter oder stärkerer Wind weht. Da ist es nicht nachvollziehbar, warum in Schulen, wo Lernende wie Lehrende relativ eng und dauerhaft zusammen sind, eine alle 20 Minuten vorgenommene Lüftung, nur zu einer Maskenempfehlung führt, während nur eine begrenzte Anzahl von Menschen in der Öffentlichkeit zusammen sein dürfen. Wobei die Wissenschaft ganz klar gesagt hat, dass auch in Schulen eine Maskenpflicht zielführend ist“, bemängelt Bruno Adam Wolf, Politischer Geschäftsführer der PIRATEN Niedersachsen. „Man fragt sich also unwillkürlich, warum ausgerechnet das Hygienekonzept für die Schulen eine andere Wirkung haben soll, als die im Gewerbe an Menschen. Wobei das Friseurgewerbe an sich ja auch unangetastet bleibt.

Es sind genau diese nicht logisch erklärbaren Gegensätze, die Menschen an der Wirksamkeit sinnvoller Maßnahmen zweifeln lassen. Dass nach wie vor nicht erklärt wird, wo diese Maßnahmen hergeleitet sind, tut dann ein Übriges. Hier muss endlich dafür gesorgt werden, dass nachvollziehbar wird, warum konkret etwas sein darf und warum nicht.“

Web: www.piraten-nds.de

Wie sicher ist ein transparenter Mund-Nasen-Schutz?

Das Gesundheitsportal apotheken-umschau.de zeigt die Vor- und Nachteile von Visieren und transparenten Masken

Baierbrunn (ots) Mimik ist sehr wichtig für die zwischenmenschliche Kommunikation: sich in andere hineinversetzen, die Gefühle des anderen empfinden können – das gelingt fast nur, wenn wir bestimmte Gesichtsausdrücke sehen.

Wie sicher ist ein transparenter Mund-Nasen-Schutz? / Das Gesundheitsportal apotheken-umschau.de zeigt die Vor- und Nachteile von Visieren und transparenten MaskenQuellenangabe: „obs/Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen/dpaPictureAlliance_LEAFMask“

In Corona-Zeiten mit obligatorischer Mund-Nase-Bedeckung können wir jedoch oft nicht erkennen, ob unser Gegenüber lächelt, grimmig schaut oder traurig ist. Eine Mund-Nasen-Maske aus Plexiglas oder zumindest mit einem Sichtfenster kann Abhilfe schaffen. Doch wie sicher sind diese transparenten Masken? Das Gesundheitsportal apotheken-umschau.de erklärt Vor- und Nachteile.

Visiere bieten nur unzureichend Schutz

Seit Beginn der Pandemie sieht man immer wieder Menschen mit Visieren aus Plexiglas. Insbesondere Brillenträger schätzen derartige Masken. „Der entscheidende Nachteil aller Visiere ist jedoch, dass sie keinen vergleichbar sicheren Schutz wie Mund-Nasen-Schutz bieten – und zwar weder vor einer Ansteckung des Trägers, noch vor einer Übertragung auf den Gegenüber“, sagt der Infektiologe Dr. Peter Walger, Sprecher des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene. Denn Visiere blockieren die virushaltigen Tröpfchenwolke allenfalls nach vorne. Die Ausbreitung nach oben oder unten und zu den Seiten wird nicht verhindert. Deshalb werden sie von medizinischem Personal auch nur als Ergänzung zusätzlich zu Masken eingesetzt.

Klarsichtfolie vorm Mund erschwert Atmung

Besser schützen da Mund-Nasen-Masken aus Stoff, die in Höhe des Mundes ein kleines Sichtfenster aus Klarsichtfolie oder Plexiglas haben. Doch auch diese Modelle verursachen Probleme: Durch das Sichtfenster kann man nicht atmen – das kann bei derartigen Masken die Atmung spürbar erschweren. Hinzu kommen mögliche Komplikationen beim Reinigen, etwa weil die Folien im Laufe von mehreren Waschgängen blind werden können. Eine andere Lösung besteht aus einer durchsichtigen Maske, in die Öffnungen mit Filtern eingelassen sind. Das Problem hier: Diese Masken sind recht teuer, zudem müssen – um einen wirksamen Schutz sicherzustellen – die Filter erst noch geprüft und zertifiziert werden.

Wie aber sähe eine ideale Lösung aus? Erfolgreich werden transparente Mund-Nasen-Bedeckungen nur, so das Gesundheitsportal apotheken-umschau.de, wenn sie zuverlässig schützen und sich dabei auch noch ohne großen Aufwand reinigen lassen. Ein derartiges Modell ist derzeit aber noch nicht in Sicht.

Web: www.wortundbildverlag.de