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Musikschulen gegen Corona-Folgen sichern

Strukturen und Zukunftsfähigkeit stärken
Hauptarbeitstagung des Verbandes deutscher Musikschulen – Trägerkonferenz verabschiedet Koblenzer Erklärung

Koblenz/Bonn (ots) „Musikschulen gegen Corona-Folgen sichern – Strukturen und Zukunftsfähigkeit stärken!“ ist der Tenor der Koblenzer Erklärung, die der Verband deutscher Musikschulen (VdM) auf seiner Hauptarbeitstagung und Trägerkonferenz am 2./3. Oktober 2020 in Koblenz verabschiedet hat. Darin fordert der VdM von Bund und Ländern, in einem weiteren Digitalpakt die Musikschulen als öffentliche Bildungseinrichtungen durch angemessene Investitionsförderung in die digitale Infrastruktur ebenso zu unterstützen, wie die allgemeinbildenden Schulen im bisherigen Digitalpakt.

Beschluss der „Koblenzer Erklärung“ der Trägerkonferenz / Bundesversammlung des Verbandes deutscher Musikschulen am 3. Oktober 2020 in der Rhein-Mosel-Halle Koblenz. Quellenangabe: „obs/Verband deutscher Musikschulen/K. Heiderich / VdM“

Der VdM-Bundesvorsitzende Ulrich Rademacher: „1,4 Millionen Schülerinnen und Schüler an den öffentlichen Musikschulen haben ebenso ein Recht auf ein zeitgemäßes, digital unterstütztes musikalisches Bildungsangebot. Die Kommunen kommen ihrer Trägerverantwortung zur Finanzierung der Musikschulen stetig in hohem Maße nach – der Bund und die Länder stehen jetzt in der Verantwortung zur wirksamen Unterstützung der digitalen Entwicklung von Musikschulen durch Finanzierung der dazu notwendigen Investitionen.“

Von den Bundesländern fordert die VdM ebenfalls, die Musikschularbeit so zu fördern, „dass die finanzielle Verantwortung zwischen Land, Kommune und Eltern fair in Form einer von VdM, Kommunen und Eltern angestrebten Drittelfinanzierung aufgeteilt ist. Zusätzlich brauchen die Musikschulen für die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie zusätzlich einen Strukturfonds für die Jahre 2021 bis mindestens 2023. Die Musikschulen können jeden Euro in Bildungschancen umwandeln.“, so der VdM-Bundesvorsitzende.

Personalentwicklung und Nachwuchsgewinnung – Fachkräftemangel entgegentreten

In dem ebenfalls von der Trägerkonferenz des VdM verabschiedeten Positionspapier „Personalentwicklung und Nachwuchsgewinnung – Fachkräftemangel entgegentreten!“ hält der VdM fest: „Zur Qualitätsentwicklung von Musikschule gehört untrennbar die Investition in Personalentwicklung und Qualifizierung. Um das Berufsbild der Musikschullehrkraft so attraktiv zu halten, dass dem erkennbaren und spürbaren Nachwuchsmangel entgegengewirkt werden kann, ist eine angemessene Vergütung erforderlich, die der Qualifikation der Lehrkräfte und der komplexen Aufgabenstellung ihres Berufsfeldes entspricht.“ Dazu gehöre die Erhöhung der Zahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Musikschullehrkräfte und einer zeitgemäßen attraktiven tarifliche Eingruppierung.

In Podiumdiskussionen, Vorträgen und Arbeitsgruppen diskutierten zwei Tage über 200 Teilnehmer gemeinsam mit Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände die Digitalisierung der Musikschulen im Hinblick auf Bildungsmanagement und Transformationsprozesse. Themen dabei waren gelungene und rechtssichere Digitalisierungsmöglichkeiten im Bereich der Kommunikation und im Unterrichtskontext, die weitere Etablierung und Sicherung von Kooperationsmöglichkeiten mit Kindertagesstätten und allgemeinbildenden Schulen sowie die inklusive Arbeit mit Menschen mit Behinderung gerade in Zeiten von Corona.

Die Hauptarbeitstagung mit Trägerkonferenz/Bundesversammlung wurde vom VdM in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Musikschulen in Rheinland-Pfalz und der Musikschule der Stadt Koblenz veranstaltet. Sie wurde gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Stadt Koblenz und das Land Rheinland-Pfalz über den Landesverband der Musikschulen Rheinland-Pfalz.

Der VdM ist der Fach- und Trägerverband der rund 930 öffentlichen, zumeist kommunalen Musikschulen, in denen an bundesweit 4.000 Standorten über 1,4 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene von mehr als 39.000 Fachlehrkräften im gesamten Spektrum des Musizierens unterrichtet werden. Er engagiert sich als Fachpartner für die bundesweite Entwicklung und Umsetzung musikalischer Jugend- und Erwachsenbildung.

Weitere Informationen unter www.musikschulen.de.

Code Night am Hasso-Plattner-Institut: Bewerbungsstart für eine lange Nacht der Informatik

Potsdam (ots) Der Herbst steht vor der Tür und passend zu den kürzer werdenden Tagen startet am Hasso-Plattner-Institut (HPI) die Bewerbungsphase für eine lange Nacht im Zeichen der Informatik: die diesjährige HPI Code Night. Vom 21. auf den 22. November kommen Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahre am HPI zusammen, um in Teams an IT-Projekten zu arbeiten. Die betreuenden HPI-Studierenden vermitteln Fachwissen zur Softwareentwicklung sowie Tipps und Tricks. Gemeinsam werden Projekte entwickelt und dabei die Nacht zum Tag gemacht.

Das HPI bei Nacht. Foto: HPI/Kay Herschelmann
Quellenangabe: „obs/HPI Hasso-Plattner-Institut/Kay Herschelmann“

Die Veranstaltung richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit grundlegenden Programmierkenntnissen, die Lust darauf haben, ab spätem Nachmittag bis in den nächsten Morgen hinein ein eigenes Softwareprojekt zu realisieren.

Die Bewerbung ist ab sofort und bis zum 01. November online möglich: https://hpi.de/open-campus/bewerbung/2020/code-night-2020-2/

Bei der Vergabe der Plätze geht es nach dem Prinzip „first come first serve“. Die Anzahl der Teilnehmenden ist in diesem Jahr auf 20 begrenzt. Für alle Interessierten gilt entsprechend: Schnell sein lohnt sich.

Für die HPI Code Night bringen Jungen und Mädchen ihre eigenen Laptops und Schlafsäcke mit. Internet- und Stromanschlüsse werden vom HPI gestellt. Um in der Nacht neue Kräfte zu sammeln, steht allen Teilnehmenden die Möglichkeit zur Verfügung, sich an einen ruhigen Ort zurückzuziehen. Unter Einhaltung der Abstandsregeln können die Teilnehmenden auf selbst mitgebrachten Isomatten Pausen einlegen. Für Getränke und Essen wird die gesamte Nacht gesorgt, ebenso wie für ein gemeinsames Frühstück zum Abschluss der Veranstaltung.

Mehr Infos zur HPI Code Night finden Interessierte online: https://hpi.de/open-campus/schuelerakademie/hpi-code-night.html

Kurzprofil HPI-Schülerakademie

Die Schülerakademie des HPI bringt jungen Informatikinteressierten die vielfältigen Anwendungsgebiete und kreativen Gestaltungsmöglichkeiten der Informatik näher. Je nach Altersgruppe und Interesse können die Schülerinnen und Schüler im HPI-Schülerkolleg, im HPI-Sommercamp, Coder Dojo oder beim Girls‘ Day die Welt der Programmiersprachen spielerisch kennenlernen. Weitere Informationen zu den Angeboten der HPI-Schülerakademie finden sich unter: https://hpi.de/open-campus/schuelerakademie

Auftakt zum Tag der Deutschen Einheit 2020 am Hasso-Plattner-Institut

Potsdam (ots) Zum Auftakt der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2020 kamen auf Einladung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg und amtierenden Bundesratspräsidenten, Dr. Dietmar Woidke, am Abend des 2. Oktobers rund 20 Gäste am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam zusammen.

Auftakt zum Tag der Deutschen Einheit 2020 am Hasso-Plattner-Institut, 02. Oktober 2020, Potsdam, Deutschland, HPI, Hasso-Plattner-Institut, Quellenangabe: „obs/HPI Hasso-Plattner-Institut/HPI/Kay Herschelmann“

Darunter die Bundeskanzlerin, der Bundespräsident, der Bundestagspräsident, der Präsident des Bundesverfassungsgerichts und die Ministerpräsidenten der Bundesländer Berlin, Hamburg, Hessen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Der Abendempfang fand an einem symbolträchtigen Ort statt. Das HPI-Hauptgebäude befindet sich auf dem ehemaligen Todesstreifen, der Ost- und Westdeutschland über Jahrzehnte teilte. Seit 1999 wird an dem von SAP-Mitbegründer Hasso Plattner gestifteten Institut international wettbewerbsfähiger IT-Nachwuchs ausgebildet und an 21 Fachgebieten exzellente universitäre Forschung zu Themen der digitalen Transformation betrieben. Das HPI expandiert auf Wunsch seines Stifters seit mehreren Jahren stark und treibt von Potsdam aus auch international technologische Innovationen voran.

Bei der Begrüßung zeigte HPI-Direktor Professor Christoph Meinel Fotos des Geländes aus den 80er Jahren und stellte ausgewählte Forschungsprojekte des Instituts vor. Er sprach über die Chancen der digitalen Transformation, warnte aber auch vor der wachsenden Abhängigkeit von amerikanischen Tech-Konzernen in allen Bereichen der Gesellschaft. „Deutschland und Europa sind in hohem Maße abhängig von ausländischen IT-Infrastrukturen und IT-Systemen. Das gefährdet die digitale Souveränität Deutschlands und damit unsere nationale Sicherheit. Wenn wir am Standort Deutschland die digitale Transformation aktiv und selbstbestimmt mitgestalten und voranbringen wollen, muss der Staat seine eigene digitale Souveränität sichern.“ IT-Systeme lebten von der Skalierung, so Meinel weiter. Es sei daher wichtig, die länderübergreifende Zusammenarbeit im IT-Bereich weiter zu stärken und die Beschaffungsmacht der öffentlichen Einrichtungen viel mehr dafür zu nutzen, Deutschland souveräner und unabhängiger zu machen. Staatlich erhobene Daten müssten unbedingt innerhalb Deutschlands oder Europas bleiben.

Web: hpi.de

Corona-Herbst: Schulen rüsten mit Lüftungs-Technik gegen Aerosole

Holzminden (ots) Mit der kalten Jahreszeit steigt für Schüler und Lehrer das Ansteckungsrisiko für COVID-19. Der Grund: In den Innenräumen der Schulen wird ab Herbst deutlich weniger gelüftet und der Anteil virushaltiger Aerosole nimmt zu. Das Bundesumweltamt empfiehlt, den Klassenzimmern möglichst viel frische Luft zuzuführen, um die Infektionsgefahr zu senken. Die Lösung: Elektronisch geregelte Lüftungssysteme, die ursprünglich zur Senkung der CO2-Konzentration in Klassenzimmern und effizienten Wärmerückgewinnung entwickelt wurden, helfen jetzt beim Coronaschutz.

Corona-Herbst: Schulen rüsten mit Lüftungs-Technik gegen Aerosole: „Wir empfehlen für den Einsatz in Klassenräumen ein Lüftungsgerät, mit dem sich ein bis zu vierfacher Luftwechsel pro Stunde im jeweiligen Raum realisieren lässt“, sagt Stiebel-Eltron-Geschäftsführer Dr. Kai Schiefelbein. Quellenangabe: „obs/STIEBEL ELTRON/Stiebel Eltron“

Die Kommission Innenraumlufthygiene (IRK) am Umweltbundesamt empfiehlt bei Unterrichtseinheiten von mehr als 45 Minuten, auch während des Unterrichts zu lüften. Mit durchgängig weit geöffneten Fenstern im Sommer lässt sich die Infektionsgefahr vergleichsweise einfach senken. Im Herbst und Winter ist manuelles Lüften mit dem erforderlichen Frischluftaustausch jedoch nicht mehr realisierbar – einerseits wegen der niedrigen Temperaturen und damit verbundener Erkältungsgefahr, andererseits aus wirtschaftlichen Gründen wegen des massiven Verlusts von Wärmeenergie.

„Wir empfehlen für den Einsatz in Klassenräumen ein Lüftungsgerät, mit dem sich ein bis zu vierfacher Luftwechsel pro Stunde im jeweiligen Raum realisieren lässt“, sagt Stiebel-Eltron-Geschäftsführer Dr. Kai Schiefelbein. „Die Konzentration an potenziell virushaltigen Aerosolen und damit das Ansteckungsrisiko wird mit diesen Lüftungssystemen deutlich verringert. Technisch ist es heute einfach möglich, größere Räume in Schulen, Kindergärten oder Geschäften nachträglich mit einer solchen Lüftungsanlage auszurüsten. Durch die integrierte Wärmerückgewinnung der Lüftungsgeräte ist keine Anpassung der Heizung der Räume erforderlich; die Räume werden wie gewohnt weiterhin warm.“

Derartige Lüftungsgeräte arbeiten zum Beispiel in der Johann-Pachelbel-Schule in Nürnberg. Für die 110 Klassenräume hat man sich für die dezentrale Lösung entschieden, mit denen die raumweise Belüftung realisiert werden kann. Über die Vernetzung können auch alle 110 Geräte gleichzeitig für das Wochenende programmiert oder kollektiv in die Ferien geschickt werden.

Politik informiert sich über Lüftungslösungen gegen Corona

Im August und September besuchten die niedersäschische Gesundheitsministerin Carola Reimman, Lena Düpont, Mitglied des Europaparlaments, sowie Ministerpräsident Stephan Weil den Stammsitz von Stiebel Eltron in Holzminden. Dabei informierten sie sich über haustechnische Lösungen für Schulen im Kampf gegen das Coronavirus.

Über Stiebel Eltron

Stiebel Eltron, gegründet 1924, gehört mit einem Jahresumsatz von rund 594 Millionen Euro netto (2019) zu den führenden Unternehmen auf dem Markt der Erneuerbaren Energien, Wärme- und Haustechnik.

Als innovationsgetriebenes Familienunternehmen verfolgt Stiebel Eltron bei der Produktion und Entwicklung von Produkten eine klare Linie – für eine umweltschonende, effiziente und komfortable Haustechnik. Mit 3.900 Mitarbeitern weltweit setzt das Unternehmen von der Produktentwicklung bis zur Fertigung konsequent auf eigenes Know-how. Das Resultat sind effiziente und innovative Lösungen für Warmwasser, Wärme, Lüftung und Kühlung. Stiebel Eltron produziert am Hauptstandort im niedersächsischen Holzminden, in Freudenberg (NRW) und in Eschwege (Hessen) sowie an vier weiteren Standorten im Ausland (Arvika/Schwerden, Tianjin/China, Ayuttaya/Thailand, Poprad/Slowakei).

Ausbildung für den Tourismus

Wie heißt der Beruf?

Du arbeitest als Tourismuskauffrau (Kauffrau für Privat- und Geschäftsreisen) bzw. Tourismuskaufmann (Kaufmann für Privat- und Geschäftsreisen). Bis 2011 hieß der Beruf „Reiseverkehrskaufmann /-frau“, diese Bezeichnung wird Dir in manchen Stellenausschreibungen noch über den Weg laufen.
Klassische Arbeitgeber für Tourismuskaufleute sind Reisebüros, Reiseveranstalter, Geschäftsreisebüros und Online-Reisebüros bzw. digitale Portale. Aber auch weitere touristische Anbieter wie Reedereien, Autovermietungen und Fluggesellschaften beschäftigen Tourismuskaufleute – das Spektrum an Einsatzmöglichkeiten im Tourismus ist groß!

Gibt es noch andere Berufe, die im Tourismus wichtig sind?

Die Tourismusbranche ist unglaublich vielfältig. Touristische Unternehmen suchen daher auch z. B. Kaufleute für Büromanagement, Kaufleute für Dialogmarketing, Fachinformatiker, IT-Systemkaufleute oder Kaufleute im E-Commerce. Und natürlich kannst Du auch als Hotelfachfrau oder Hotelfachmann, Servicekauffrau bzw. -mann im Luftverkehr oder als Kauffrau bzw. –mann für Tourismus und Freizeit Deine Karriere in der schönsten Branche der Welt starten.

Starte deine Karriere in der Reisebranche

  • Du liebst das Reisen?
  • Du arbeitest gerne mit Menschen?
  • Fremdsprachen interessieren Dich schon immer?
  • Digitale Kommunikation ist für Dich selbstverständlich?
  • Du bist serviceorientiert und weltoffen?

Werde Tourismuskauffrau/-kaufmann!

Reisevermittlung

  • Du weckst das Fernweh Deiner KundInnen
  • Du berätst sie zur perfekten Urlaubsreise – persönlich im Reisebüro oder digital
  • Du hast die Insider-Tipps für Aktivitäten vor Ort

Reiseveranstaltung

  • Du kreierst neue Urlaubsreisen, indem du Reisebausteine zusammenfügst
  • Du verhandelst mit den Anbietern vor Ort
  • Du entwickelst Marketingkampagnen, die die Reiselust Deiner KundInnen wecken

Business Travel

  • Du buchst für deine KundInnen Geschäftsreisen um die ganze Welt
  • Du wirst SpezialistIn für Mobilität, Hotels und Konferenzen
  • Du bist trouble shooter, wenn mal was schief läuft

https://tourismus-azubi.de/

Karliczek: Bund und Länder bringen gemeinsam Digitalisierung der Schulen voran

Berlin (ots) Bundesbildungsministerin zu Ergebnissen der Gespräche im Bundeskanzleramt

Bundesministerin Anja Karliczek informiert im Rahmen einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der Gespräche im Bundeskanzleramt /
Quellenangabe: „obs/Bundesministerium für Bildung und Forschung/BMBF/Hans-Joachim Rickel“

Am gestrigen Montagabend haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, der Chef des Bundeskanzleramts Prof. Helge Braun und die SPD-Vorsitzende Saskia Esken mit den Kultusministern und -ministerinnen der Bundesländer getroffen. Dabei ging es sowohl um Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen als auch um die Digitalisierung von Schulen. Hierzu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek:

„Ich bin optimistisch, dass die gestrige Begegnung dazu beitragen wird, unsere Schulen zu modernisieren. Klar ist: Bund und Länder wollen gemeinsam die Digitalisierung zügig weiter voranbringen. Das ist ein Projekt, das weit über die Zeit der Pandemie hinausreicht. Und wir wollen diesen Weg gemeinsam gehen. Die Länder werden ihre eigenen Anstrengungen erhöhen und Länder werden ihre Zusammenarbeit untereinander verbessern. Aber auch Bund und Länder werden ihre Kooperation verstärken. Der Bund engagiert sich so stark wie nie zuvor für die Verbesserung unserer Schulen. Wir wollen nun insgesamt 6,5 Milliarden Euro in die Digitalisierung der Schulen investieren.

Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern hat sich gerade in den vergangenen Monaten positiv entwickelt. Auch der gestrige Abend hat gute Fortschritte gebracht. Ich bin sehr froh, dass wir nun zügig die Voraussetzungen schaffen können, damit die Lehrerinnen und Lehrer mit Endgeräten ausgestattet werden können. Der Bund wird die 500 Millionen erst einmal vorstrecken. Deshalb können wir jetzt direkt in die Verhandlungen mit den Ländern einsteigen. Zur Erinnerung: Zunächst war der Plan, dass die Mittel aus dem Europäischen Wiederaufbaufonds fließen, was erst im nächsten Jahr möglich ist.

Insgesamt haben wir ein sehr ambitioniertes Programm beschlossen. Es wird dem Anspruch Deutschlands, ein Innovationsland zu sein, wirklich gerecht. Ich zähle dazu auch die Bildung der Kompetenzzentren und die Entwicklung einer Bildungsplattform. Dabei will ich einräumen, dass wir in den nächsten Wochen noch die eine oder andere rechtliche Frage zu klären haben werden. Ebenso Fragen der Finanzierung.

Zudem werden wir als Bundesbildungsministerium nochmals bekräftigen und auch rechtssicher festlegen, dass die Mittel aus dem Digitalpakt bis Ende 2021 fließen können, ohne dass die Schulen zuvor ein pädagogisches Konzept vorgelegt haben müssen. Mit dieser Flexibilisierung reagieren wir auch auf die besonderen Herausforderungen, vor denen Schulen und Schulträger während der Schulschließungen standen.

Eine weitere Vereinbarung zur Förderung von Administratoren, die sich um die digitale Technik kümmern sollen, steht unmittelbar vor dem Abschluss. In dieser Vereinbarung wird sich der Bund verpflichten, die Länder mit 500 Millionen Euro darin zu unterstützen, dass sie den technischen Support für die Digitalisierung ausbauen, die Länder werden die digitale Fortbildung der Lehrkräfte ausbauen. Sie sehen: Wir treiben auf allen Ebenen die Digitalisierung bereits voran.“

Hintergrund:

Im gestrigen Gespräch sind folgende Handlungsstränge identifiziert worden:

1) ein von der KMK erarbeiteter einheitlicher Rahmen für die schulischen Infektionsschutzmaßnahmen;

2) ein zügiger weiterer Ausbau der Glasfaser-Internetanbindung für alle Schulen;

3) die Ausstattung aller Lehrkräfte und – bei Bedarf – von Kindern mit geeigneten Endgeräten, beides aus Mitteln des vom Bund um zweimal 500 Millionen Euro erweiterten Digitalpakts Schule;

4) Beteiligung des Bundes an Ausbildung und Finanzierung technischer Administratoren der digitalen Infrastruktur der Schulen in Höhe von 500 Millionen Euro;

5) Bildung von Kompetenzzentren für digitales und digital gestütztes Unterrichten, die Schulen vor Ort bei Medienkonzepten und digitalen Schulentwicklungsplänen beraten (BMBF und KMK bilden dazu eine Arbeitsgruppe auf Staatssekretärsebene);

6) schrittweise Entwicklung einer Bildungsplattform durch den Bund, u. a. zur Vernetzung zwischen den bestehenden Systemen der Länder, mit dem Ziel der Bereitstellung von Bildungsinhalten in allen Bildungsbereichen;

7) qualitativ hochwertige digitale Bildungsmedien, insbesondere Open Educational Resources, und die Entwicklung intelligenter tutorieller Systeme.

Die Gesprächsteilnehmer haben verabredet, sich in diesem Kreis Anfang des Jahres 2021 zu einem weiteren Austausch zu treffen.

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Bestes Klimaschutzprojekt: Sibylla-Merian-Gymnasium

Sibylla-Merian-Gymnasium Meinersen aus Niedersachsen ist Bundessieger beim Energiesparmeister-Wettbewerb für Schulen

Berlin (ots) Das Sibylla-Merian-Gymnasium in Meinersen hat den Energiesparmeister-Wettbewerb für Schulen (www.energiesparmeister.de) gewonnen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze ehrte die Bundessieger am Nachmittag per Livestream aus dem Bundesumweltministerium. Der Titel ist mit Sachpreisen und insgesamt 5.000 Euro Preisgeld dotiert.

Bestes Klimaschutzprojekt: Sibylla-Merian-Gymnasium Meinersen aus Niedersachsen ist Bundessieger beim Energiesparmeister-Wettbewerb für Schulen Quellenangabe: „obs/co2online gGmbH/Christoph Wehrer“

Online-Abstimmung: 40.000 Stimmen für beste Schulprojekte

Das Sibylla-Merian-Gymnasium Meinersen hat sich in der Online-Abstimmung um den Titel „Energiesparmeister Gold“ gegen fünfzehn andere Landessieger durchgesetzt. Das Gymnasium erhielt rund 6.800 von insgesamt etwa 40.000 abgegebenen Stimmen. Den zweiten Platz holte das Léon-Foucault-Gymnasium Hoyerswerda aus Sachsen. Platz drei erreichte die Oberschule Geestemünde Bremerhaven aus dem Bundesland Bremen. Eine ausführliche Beschreibung aller Preisträger-Projekte mit Fotos und Videos ist zu finden auf www.energiesparmeister.de/preistraeger.

Wie das Sibylla-Merian-Gymnasium Meinersen das Klima schützt

Das Sibylla-Merian-Gymnasium Meinersen will dem Klimawandel entgegenwirken, indem es sein Umfeld positiv beeinflusst. Zur Reduktion von CO2-Emissionen und Plastikmüll hat eine Projektgruppe des Gymnasiums eine lehrreiche Wanderausstellung erarbeitet, die wachrüttelt, aber auch Lösungen aufzeigt. Außerdem hat das Gymnasium für Strandaktionen wie einem „Beach-clean-up“ in Heiligenhafen einige öffentliche Aufmerksamkeit und mediale Berichterstattung erhalten. Bei Autorenlesungen und Rhetorikwettbewerben verteilen die Schüler ihre Broschüre zur Reduktion von Plastikmüll.

Sonderpreis für Schule aus Karlsruhe

Zum zwölften Mal hat der Energiesparmeister-Wettbewerb an Schulen die besten Klimaschutzprojekte aus ganz Deutschland prämiert und dabei Preise im Gesamtwert von 50.000 Euro vergeben. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Preisverleihung erstmalig online statt und wurde per Livestream übertragen.

Alle sechzehn Energiesparmeister-Landessieger erhalten 2.500 Euro Preisgeld. Die Energiesparmeister Gold, Silber und Bronze dürfen sich zudem über hochwertige Sachpreise freuen. Für Gold gibt es 2.500 Euro zusätzlich. Der mit 1.000 Euro dotierte Sonderpreis für nachhaltiges Engagement ging in diesem Jahr an das St. Dominikus Mädchengymnasium aus Karlsruhe.

Paten und Unterstützer des Wettbewerbs

Neben Geld- und Sachpreisen werden die Gewinner-Schulen mit einer Patenschaft eines Partners aus Wirtschaft oder Gesellschaft belohnt. Die diesjährigen Paten des Wettbewerbs sind: atmosfair gGmbH, Brandenburger Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremer Energiehaus-Genossenschaft eG, eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, ENGIE Deutschland, Finanztip Stiftung, Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH, Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH, Ostdeutscher Sparkassenverband, Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg, Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen, Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen, die Sparkassen in Niedersachsen, Sparkasse Saarbrücken und WEMAG AG.

Zusätzlich unterstützen den Wettbewerb a&o Hostels, Florida-Eis Manufaktur GmbH, MELAWEAR, memo AG, Spreeprint Textildruck e. K., Vaude GmbH & Co. KG und Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Als Medienpartner agieren der auf pädagogisch-didaktische Fachzeitschriften spezialisierte Friedrich-Verlag, das Naturkostmagazin Schrot&Korn sowie das bundesweite Schülermagazin YAEZ. Unterstützt wird der Wettbewerb auch von Deutschlandfunk Kultur mit Berichterstattung in der Sendung „Kakadu“.

Neubau am Natur-Erlebniszentrum HohneHof feierlich eröffnet

Sachsen-Anhalts Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert eröffnet den Neubau am Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Am Montag, 14. September 2020 um 10 Uhr wurde der Neubau am Natur-Erlebniszentrum HohneHof durch die Umweltministerin des Landes Sachsen-Anhalt Frau Prof. Dalbert – Corona-bedingt im kleinen Kreis – eröffnet.

Dalbert: „Umweltbildung ist enorm wichtig, um Kindern die Bedeutung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt näher zu bringen. Damit wird nachhaltiges Denken und Handeln gefördert. Wer auf dem HohneHof mit allen Sinnen die Natur erlebt, wird sie schützen und respektieren. So geht aktiver Umweltschutz.“

Das Natur-Erlebniszentrum ist eine Einrichtung des Nationalparks Harz bei Drei-Annen-Hohne, in der schon seit 2011 Umweltbildung betrieben wird. Am Rande des Nationalparks gelegen, idyllisch umgeben von Wäldern und Bergwiesen, hat sich die Einrichtung seitdem zu einem beliebten Ausflugsziel für Groß und Klein entwickelt, an dem viel über die Harzer Natur zu erfahren ist und „Natur mit allen Sinnen erleben“ großgeschrieben wird.

„Neben dem Neubau unterstützen wir außerdem bis Anfang 2021 über die Artensofortförderung die Errichtung einer Totholz- bzw. Wildnisstation am Löwenzahnpfad mit 47.000 Euro“, ergänzte die Ministerin.

Bei rund 25.000 Besuchern im Jahr reifte bei den Verantwortlichen schnell die Idee, die räumlichen Möglichkeiten und damit auch die Angebotspalette zu erweitern. So wurde der Umbau des Nebengebäudes geplant, doch bald zeigte sich, dass aufgrund des schlechten Gebäudezustands ein Abriss und Neubau die wirtschaftlichere und zweckmäßigere Alternative war.

Nach über drei Jahren Bauzeit errichteten 15 Firmen aus Sachsen-Anhalt unter Federführung des Landesbetriebs Bau- und Liegenschaftsmanagement – Standort Halberstadt – ein holzverkleidetes Mehrzweckhaus, das nunmehr das Ensemble des HohneHofs bereichert, sich hervorragend in die Hofatmosphäre einfügt und sich gestalterisch dem Hauptgebäude anpasst.

Neben verschiedenen dringend benötigten betrieblichen Räumen verfügt der HohneHof nun über einen Seminar- und einen Ausstellungsraum, eine Bastelwerkstatt für Kinder sowie moderne und funktionale Räumlichkeiten für die am HohneHof ebenfalls angesiedelte Rangerstation. Im Obergeschoss befinden sich darüber hinaus vier kleine Wohneinheiten für Menschen, die zeitweise am HohneHof oder im Nationalparkgebiet arbeiten, wie beispielsweise die Absolventen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres

Dalbert: „Mir ist wichtig, dass wir den Tourismus im Harz nachhaltig weiterentwickeln. Das Land Sachsen-Anhalt hat in diese Maßnahme 1,65 Millionen Euro investiert und damit einen weiteren Beitrag zur touristischen Attraktivität der Region, aber auch zur Umweltbildung geschaffen.“

Noch ist das Haus nicht vollständig eingerichtet. Die derzeitige Ausstellung wird dort nur vorübergehend zu sehen sein, eine dauerhafte Ausstellung mit eigenen Themenschwerpunkten wird in einem nächsten Schritt von der Nationalparkverwaltung erarbeitet.

Mit der Eröffnung des Nebengebäudes wird auch der Staffelstab am HohneHof übergeben: Die langjährige Leiterin des Natur-Erlebniszentrums Irmtraud Theel verabschiedete sich fast zeitgleich in den wohlverdienten Ruhestand. Ihr Nachfolger ist Henning Möller, langjähriger Leiter der Nationalparkwacht im sachsen-anhaltischen Teil des Nationalparks, von dem auch bisher schon die Nationalparkhäuser im Ilsetal und in Schierke sowie die Rangerstation Scharfenstein betreut werden.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_09_14_Besuch_Ministerin_Dalbert.php