Auftakt zum Tag der Deutschen Einheit 2020 am Hasso-Plattner-Institut

Potsdam (ots) Zum Auftakt der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2020 kamen auf Einladung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg und amtierenden Bundesratspräsidenten, Dr. Dietmar Woidke, am Abend des 2. Oktobers rund 20 Gäste am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam zusammen.

Auftakt zum Tag der Deutschen Einheit 2020 am Hasso-Plattner-Institut, 02. Oktober 2020, Potsdam, Deutschland, HPI, Hasso-Plattner-Institut, Quellenangabe: „obs/HPI Hasso-Plattner-Institut/HPI/Kay Herschelmann“

Darunter die Bundeskanzlerin, der Bundespräsident, der Bundestagspräsident, der Präsident des Bundesverfassungsgerichts und die Ministerpräsidenten der Bundesländer Berlin, Hamburg, Hessen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Der Abendempfang fand an einem symbolträchtigen Ort statt. Das HPI-Hauptgebäude befindet sich auf dem ehemaligen Todesstreifen, der Ost- und Westdeutschland über Jahrzehnte teilte. Seit 1999 wird an dem von SAP-Mitbegründer Hasso Plattner gestifteten Institut international wettbewerbsfähiger IT-Nachwuchs ausgebildet und an 21 Fachgebieten exzellente universitäre Forschung zu Themen der digitalen Transformation betrieben. Das HPI expandiert auf Wunsch seines Stifters seit mehreren Jahren stark und treibt von Potsdam aus auch international technologische Innovationen voran.

Bei der Begrüßung zeigte HPI-Direktor Professor Christoph Meinel Fotos des Geländes aus den 80er Jahren und stellte ausgewählte Forschungsprojekte des Instituts vor. Er sprach über die Chancen der digitalen Transformation, warnte aber auch vor der wachsenden Abhängigkeit von amerikanischen Tech-Konzernen in allen Bereichen der Gesellschaft. „Deutschland und Europa sind in hohem Maße abhängig von ausländischen IT-Infrastrukturen und IT-Systemen. Das gefährdet die digitale Souveränität Deutschlands und damit unsere nationale Sicherheit. Wenn wir am Standort Deutschland die digitale Transformation aktiv und selbstbestimmt mitgestalten und voranbringen wollen, muss der Staat seine eigene digitale Souveränität sichern.“ IT-Systeme lebten von der Skalierung, so Meinel weiter. Es sei daher wichtig, die länderübergreifende Zusammenarbeit im IT-Bereich weiter zu stärken und die Beschaffungsmacht der öffentlichen Einrichtungen viel mehr dafür zu nutzen, Deutschland souveräner und unabhängiger zu machen. Staatlich erhobene Daten müssten unbedingt innerhalb Deutschlands oder Europas bleiben.

Web: hpi.de