So senken Sie das Risiko einer Diabetes-Erkrankung

Jeder kann selbst viel tun, um Typ-2-Diabetes vorzubeugen – wie das gelingt, verrät das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Baierbrunn (ots) Mediziner sprechen von einer regelrechten Epidemie: Jährlich erkranken in Deutschland rund 500 000 Menschen neu an Typ-2-Diabetes. Großen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko hat der Lebensstil. Wo also kann jeder ansetzen, um das Risiko zu mindern?

Titelcover Apotheken Umschau 11A/2020.

„Wie fast immer in der Prävention geht um drei zentrale Punkte: gesündere Ernährung, mehr Bewegung und Nichtrauchen“, betont Cynthia Milz, Apothekerin aus Kulmbach und Sprecherin des Wissenschaftlichen Instituts für Prävention im Gesundheitswesen der Bayerischen Landesapothekenkammer, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Niemand muss seine ganze Ernährung umstellen

Auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil bringen schon kleine Veränderungen viel. „Niemand muss fünfmal pro Woche ins Fitnessstudio gehen“, sagt Apothekerin Milz. „Das Ziel ist einfach mehr Bewegung im Alltag.“ Denn Bewegung verbessert die Insulinempfindlichkeit. Es reicht beispielsweise schon, im Alltag mehr Wege zu Fuß zu gehen oder jeden Abend noch einmal um den Block zu spazieren. Auch muss niemand auf einmal seine ganze Ernährung umstellen, so Milz. „Wer gerne Kuchen isst, kann das weiter tun – sollte aber die Menge langsam reduzieren“, rät die Apothekerin.

Schritte zu einem gesünderen Lebensstil

Um das Risiko gezielt zu senken, sollte man sich Ziele setzen. Zum Beispiel: Gewicht reduzieren. Bereits eine Gewichtsreduktion von fünf bis sieben Prozent innerhalb eines Jahres senkt das Diabetes-Risiko um die Hälfte. An mindestens fünf Tagen in der Woche sollte man sich zudem jeweils 30 Minuten bewegen – und zwar so zügig, dass man ein wenig ins Schwitzen kommt. Am besten Sportarten wählen, an denen man Freude hat – dann hält man länger durch.

Ein weiterer Schritt, um Typ-2-Diabetes vorzubeugen: mit dem Rauchen aufhören. Denn Raucher haben ein deutlich höheres Risiko als Nichtraucher, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Tipp: Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach Entwöhnungsprogrammen und Nikotinersatzpräparaten, die für Sie geeignet sind. Und schließlich ist auch Stress ein Risikofaktor für Diabetes, weil das Stresshormon Cortisol den Blutzuckerspiegel erhöht. Deshalb: Stress reduzieren, jeden Tag Zeit für sich selbst nehmen und Dinge tun, bei denen man entspannen kann. Hilfreich sind auch Methoden wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung.

Sie wollen testen, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie innerhalb der nächsten fünf Jahre an einem Typ-2-Diabetes erkranken?

In der aktuellen Ausgabe der „Apotheken Umschau“ finden Sie einen Fragebogen, mit dem Sie Ihr persönliches Diabetes-Risiko testen können. Alles zum Thema Diabetes erfahren Sie zudem unter www.diabetes-ratgeber.net.

Fahrradhelme: Vor dem Kauf verschiedene Modelle ausprobieren

TÜV Rheinland: GS-Zeichen steht für geprüfte Sicherheit / Auf die passende Helmgröße und den richtigen Sitz achten / Strenge Prüfkriterien

Der Trend zu Pedelecs und Elektrorädern führt in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Boom beim Radfahren. Wichtigster Schutz dabei ist der Helm. Bei der Vielzahl der Angeboten das passende Modell zu finden ist jedoch nicht leicht. „Eine erste Orientierung liefert das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, das auch TÜV Rheinland vergibt“, sagt Berthold Tempel, Experte für Produktsicherheit bei dem unabhängigen Prüfdienstleister. Hier kann die Käuferin oder der Käufer sicher sein, dass der Helm umfassend getestet wurde.

Auch das freiwillige Prüfzeichen „Geprüfte Sicherheit und Qualität“ von TÜV Rheinland gibt eine Orientierung beim Kauf. So geprüfte Helme sind neben ihrer sicheren Bauart auch qualitativ gut verarbeitet und halten die Grenzwerte beispielsweise bei Weichmachern in Kunststoffen. „Wir prüfen nach aktuellen Standards, zum Teil aber auch nach eigenen Anforderungen, die teilweise strenger sind, als vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Der Verbraucher soll sich ganz auf unsere Siegel verlassen können“, so der Experte. Mit dem vorgeschriebenen CE-Zeichen bestätigt der Hersteller selbst die Konformität mit den gesetzlichen Vorgaben.

Damit die Produkte rund ums Fahrrad möglichst sicher sind, werden sie in den Laboren von TÜV Rheinland zahlreichen Tests unterzogen. Ein Kinderhelm muss beispielsweise sowohl einen Sturz aus rund 1,50 Metern auf eine „Bordsteinkante“ aushalten als auch viele weitere Tests durchlaufen, die beispielsweise die Festigkeit des Kinnriemens, des Gurtschlosses und der verwendeten Werkstoffe betreffen.

Nur passende Helme schützen optimal

Ein weiteres Kriterium für den Kauf ist die Form des Helmes. Inzwischen bieten viele Hersteller verschiedene Modelle für die individuelle Kopfform an. Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Kauf mehrere Helme in der richtigen Größe auszuprobieren. Wichtig ist, dass Stirn, Schläfen und Hinterkopf abgedeckt sind. Dabei unbedingt auf den passenden Sitz des Kinnriemens achten. Der Riemen muss optimal eingestellt sein, damit der Helm fest und waagerecht sitzt und nicht verrutschen kann. Wer sich unsicher ist, dem empfiehlt Berthold Tempel einen zusätzlichen Blick in die Gebrauchsanweisung. Sinnvoll sind ferner Helme mit Lüftungsschlitzen. Diese sorgen bei der nächsten Radtour für angenehme Kühlung. Ein integriertes Netz schützt zudem vor Insekten. Übrigens: Nach einem schweren Aufprall den Helm immer austauschen. Denn mögliche Schäden sind für den Laien mit bloßem Auge nicht immer feststellbar.

von TÜV Rheinland Presse | Okt 30, 2020 | Auto, Reise & Verkehr, Produktsicherheit & Verbraucher